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Die Hydrokultur ist eine Form von Zierpflanzenhaltung, bei der die Pflanzen nicht in Erde wurzeln, sondern in sogenannten Bläh ton.
Die poröse Beschaffenheit des Blähtons gewährleistet, dass die Wurzeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Da die Pflanzenerde als Nährstoffträger fehlt, müssen die Pflanzen in regelmäßigen Abständen (alle 3-6 Monate) mit einem goldbraunen Kunststoffgranulat versorgt werden, das die Nähstoffe enthält. Das im Gießwasser gelöste Granulat versorgt die Pflanzen aufgrund Ionenaustausches mit den erforderlichen Nährstoffen, außerdem bindet das Granulat den in hartem Wasser vorhandenen Überschuss an pflanzenfeindlichen Mineralien. Zu Hydrokulturgefäßen gehört ein Wasserstandsanzeiger, mit dessen Hilfe die ausreichende Befeuchtung des Wurzelwerkes kontrolliert werden kann.
Ein großer Vorteil dieses Systems: Die Pflanzen können einen größeren Wasser- und Nährstoffvorrat speichern und brauchen über längere Zeit nicht gegossen zu werden. Dies ist vor allem ideal in der Urlaubszeit. Vorbei sind die Sorgen, dass die Pflanzen zu wenig oder zu viel gegossen werden! Versorgen Sie die Pflanzen vor Ihrer Abreise mit genügend Wasser und das Problem ist gelöst. Mehrere Pflanzen kann man auch mit den Kultureinsätzen in einen großen Behälter (z.B. Badewanne) stellen, dann reicht das Wasser für mehrere Wochen!
Die Hydrokultur ist ein Pflanzensystem ohne Erde. Wir beziehen uns auf das Wissen um die lebensnotwendigen Wachstumsfaktoren der Pflanzen: Licht, Luft, Wärme, Wasser und Nährstoffe. Die Pflanzen brauchen keine Erde, um zu wachsen; sondern nur die darin enthaltenen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kali, Kalk, Schwefel, Eisen und vieles mehr. Die Erde hat eigentlich nur die Aufgabe, den Pflanzen Halt zu geben. Und das Wasser sorgt dafür, dass die Nährstoffe zu Pflanzennahrung werden. Diese schon im Altertum bekannte Tatsache hat sich die Hydrokultur zunutze gemacht und ein natürliches System entwickelt, in dem fast alle Pflanzen und Blumen besser und prächtiger wachsen, blühen und gedeihen.