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1. Pflanzenauswahl: Grundsätzlich sollten Kamelien nicht zu klein sein, wenn sie ausgepflanzt werden. Eine 4-5- jährige Pflanze mit einer Höhe von wenigstens ca. 60-70 cm ist für eine Pflanzung gut geeignet. Weiterhin eignen sich nicht alle Kamelien gleich gut zur Auspflanzung; gut frostverträglich sind z.B. die Sorten Adolphe Audusson, Coletti, Elegans, Hagoromo, Black Lace, Winter’s Joy oder die Sorte Debbie. Ihr Gartenfachberater hilft Ihnen gerne bei der Auswahl geeigneter weiterer Sorten. 2. Pflanzzeit: Relativ früh im Frühling (März). 3. Standortauswahl: Kamelien lieben einen geschützten Standort. Ein Windschutz durch Mauern oder Pflanzen bekommt der Kamelie ebenso wie eine leichte Beschattung etwa durch nahe Bäume. Sehr wichtig ist, daß die Kamelie im Winter keine Morgensonne abbekommt, da die Pflanze sonst leicht austrocknet (siehe Winterschutz). Der Standort darf außerdem keine Staunässe aufweisen; ggf. sollte man für eine Drainage sorgen. 4. Boden und Pflanzung: Kamelien sind eigentlich Waldpflanzen und benötigen daher leicht saure Erde (humusreich, torfig; sehr gut geeignet is Rhododendron-Erde). Heben Sie ein Erdloch aus, das doppelt so tief und mindestens dreimal so breit ist wie der Topf der Kamelie. Füllen Sie das Loch mit geeigneter Erde auf und setzen Sie die Kamelie so ein, daß die Oberkante des Topfes wieder der Oberkante des Bodens entspricht. Als Flachwurzler sollten Kamelien nicht tiefer eingepflanzt werden, als sie im Topf gestanden haben. 5. Düngen: Kamelien benötigen nur ausgesprochen wenig Dünger; eine einmalige Düngung mit Rhododendrondünger nach der Blüte reicht völlig aus; verwenden Sie dabei aber maximal die Hälfte der angegebenen Düngermenge. 6. Winterschutz: Die Kamelie sollte im Winter - besonders vor Morgensonne - geschützt werden. Dazu kann die Pflanze z.B. mit zeltförmig gegen die Pflanze gelehnten Fichtenzweigen (bzw. mit Strohmatten für größere Pflanzen) locker abgedeckt werden. Daneben hilft eine 10 cm dicke Mulchschicht auf dem Boden dabei, die Wurzeln vor starkem Frost zu schützen. Kamelien als Kübelpflanzen Viele Kamelien wachsen relativ langsam, was sie für die Topfkultur besonders geeignet macht. Kamelien in Töpfen können das ganze Frühjahr bis hin in den Spätherbst im Freien stehen; mit den ersten Nachtfrösten bringt man Kamelien in einen frostfreien Raum. Während der Überwinterung sollte die Umgebungstemperatur nicht über 12-15 Grad steigen, außerdem ist eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Erde: Kamelien brauchen leicht saure Erde; humusreiche, torfige Erde ist ideal (Rhododendron-Erde) und kann im Fachhandel erworben werden. Da Kamelien keine Staunässe vertragen, muß der Pflanzcontainer einen Wasserablauf haben. Gießen: Kamelien benötigen einen stets leicht feuchten Wurzelballen; auch kurzzeitiges Austrocknen des Ballens kann der Pflanze sehr schaden. Wenn möglich, sollte mit weichem Wasser (kalkarm, z.B. Regenwasser) gegossen werden. Düngen: Kamelien benötigen und vertragen nur sehr wenig Dünger; eine einmalige Düngergabe pro Jahr (nach der Blüte) ist vollkommen ausreichend; dazu verwendet man am Besten im Fachhandel erhältlichen Rhododendron-Dünger, gibt aber höchstens die Hälfte der angegebenen Düngermenge. |